Eine Freundin erzählte mir neulich, ihre Katzen seien zwei ganz brave, super kuschelig und verschmust – nur manchmal, manchmal eben hätten sie ihre „5 Minuten“ wo sie wie von der Tarantel gestochen herumflitzen und alles über den Haufen rennen, das nicht bei drei auf den Bäumen ist – oder auf der Couch wahlweise. Aha, denke ich mir, muss ich mir merken.

Just am gleichen Tag widerfährt mir folgendes:

Kleinkind schreit plötzlich auf, zuvor war schon minutenlang himmlische Stille, im Zimmer, im Haus, zwischen den Geschwistern, in meinem Kopf… – *quieeeeetsch* –  und ruft mit diabolischem Grinsen im Gesicht: „FANGE MICH!“. Spricht’s und flitzt wie von der Tarantel gestochen laut quietschend am Großkind vorbei und auf und davon. Großkind, das Sekunden zuvor noch verträumt am Boden saß, sucht  meinen Blickkontakt – ich starre, völlig aus den Gedanken gerissen zurück und sehe, wie sie sich langsam fängt und plötzlich einen Jagdschrei ausstößt: „KOMMEEEEE!“ Und ehe ich noch im Hier und Jetzt ankommen konnte jagen sich zwei kleine ungestüme Kätzchen wild durch die Küche, den Flur, wieder zurück, über die Küchenschränke, den Tisch, die Stühle – wo kommt der Winzling eigentlich noch alleine hoch? – wild quietschend und juchzend vor Vergnügen – eine Freude! Ich freue mich, dass ich nicht im Weg stehe, denn bei drei wäre ich definitiv nicht mehr auf dem Baum – auf die Couch schaffe ich es noch und warte auf meine ungestüme Meute, die sich dann erhitzt an mich schmiegt und ausgiebig gekrault wird.