Großkind lacht sich einen, am Abendbrottisch, macht sich über irgendwas lustig, Kleinkind kichert mit, der bisherige Gipfel einer recht „witzigen“ Mahlzeit. Mir wird es zu viel, will mich verkriechen, scanne die Umgebung, finde meine Kaputze – bingo! Zufrieden lupfe ich sie mir schwungvoll und demonstrativ auf den Kopf – so zumindest der Plan – die Demonstration endet abrupt mit einem harten Aufschlag auf meinen Kopf – Was? Wie? Woher? – gefolgt von einem sanfteren Aufschlag – Was? Nochmal? Bitte? – „Aua! Was war DAS denn?“ Meine Augen wandern suchend über den Boden und bleiben bei den einzigen beiden Gegenständen kleben, die da nicht hingehören: „Ein Holzhuhn? Eine Puppennuckelflasche? Wie? Warum? Wo kommt das denn her?“

Die Kinder können sich nicht mehr auf den Stühlen halten, Großkind rutscht prustend vom TrippTrapp, Kleinkind steht dem in nichts nach – „Mädels, wer war das und wann?“ Ja, ich weiß völlig sinnlose Fragerei, hat mich in dem Moment aber tatsächlich brennend interessiert – „Große, Du?“ – Sie windet sich auf dem Stuhl oder eher unter dem Tisch, ich kann es nicht genau sagen, „Nein, Mama, ich war’s nicht“ und wird von einer neuerlichen Lachsalve geschüttelt. „Zwerg, Du?“ – „Was, Mama?“ und kichert. Ich frage präziser, denn es scheint notwendig: „Zwergi, ich mag wissen, ob Du das Huhn und das da“, ich deute auf die Nuckelflasche, „in meine Kapuze gesteckt hast!“ – „Neeeiiiiinn.“ sagt es und kuckt unschuldig. Nun bin ich kurz ratlos und checke das Gesicht des Ehemannes, der reist nur die Augen weit auf und schüttelt energisch den Kopf. Hmpf. Dann muss ich wieder von vorne anfangen, das gibt es doch gar nicht: „Großkind? Nun sag halt!“ – „Nein Mama, echt jetzt, ich war’s nicht!“ Mei, die Motte grinst von Ohrläppchen zu Ohrläppchen. Okay, sie findet es lustig, aber sie war es nicht, bleibt noch eine übrig: „Minimaus, sag mal, warst Du das nun mit dem Huhn?“ Die Kleine prustet und ich kann ein euphorisches Nicken gerade noch vor dem nächsten Lachkrampf wahrnehmen. Ach ja. Bild