Meine Tante, wie auch meine Großmutter waren Schneiderinnen, jede mit ihrer eigenen Passion. Meine Großmutter hat alles genäht was es so zu nähen gab und gesammelt, was zum Nähen getaugt hat und in Kisten und Tüten verstaut. Sah wohl recht chaotisch aus bei ihr, wenn ich den überlieferten Erzählungen glauben darf. Ich schlage somit voll und ganz nach ihr. Meine Tante hat sich nicht so in einer Sammelleidenschaft und breitgefächerten Nähsucht verloren, sondern sich auf Patchwork spezialisiert. Als wir sie am letzten Wochenende besucht haben, habe ich endlich einmal ihre ganzen Werke fotografiert, die es noch in ihrem Haus gibt. Es ist nur ein klitzekleiner Ausschnitt, der mich mit enormer Ehrfurcht erfüllt, da sie alle ihre Sachen fast ausschließlich per Hand genäht hat – also ohne Nähmaschine. Und nun kommt die Bilderflut 🙂

Ein Wandbild:

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ein Deckchen:Bild

eine Tagesdecke:Bild

ein Kissenbezug:Bild

Mehrere Wandbilder:Bild

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Eine Kamindecke:Bild

noch ein Kissen, davon hat sie wirklich viiiiiele gemacht:Bild

eine Decke:BildDann hat mich das Glück ereilt und meine Tante hat ausgemistet!!! Ich bin jetzt auch stolze Besitzerin eines Rollschneiders und einer Schneidematte. Sehr geniales Werkzeug – ich durfte es heute gleich mal im Einsatz testen, als ich für’s nächste Kindergartenfest 66 Kreise aus Filz ausschneiden wollte. Ich habe einen erstaunten Blick und ein „Oh, Du bist schon fertig?“ hören dürfen und mich riesig gefreut. Damit traue ich mich bestimmt auch endlich mal ans Patchworken ran, allerdings werde ich definitiv NICHT mit der Hand nähen, das ist einfach nicht mein Ding.